Stellungswechsel

12. April 1943

Bald ging eine Parole um, es würde Stellungswechsel gemacht und es gänge nach dem Süden. Es war in der Tat so. Wir packten unser Gepäck und verluden. Der aufgeweichte Boden und der zäh haftende Schlamm bereiteten uns allerhand Schwierigkeiten, die Meßtruppwagen mit den dahinterhängenden Geräten auf die feste Straße zu bringen. Es war nur durch Vorspannen von Zugmaschinen möglich. Das erste Ziel war Smolensk, wo wir in der Narwa-Kaserne übernachteten. Am nächsten Tag ging es dann in schneller Fahrt über die regennasse, bis nach Roslawl schnurgerade führende Straße nach Sechtschinskaja. Das liegt 40 km südlich Roslawl. In der ersten Abenddämmerung erreichten wir den Ort. Das waren große Gebäudekomplexe und ein ausgedehnter Fliegerhorst. Wir mußten noch in tiefer Dunkelheit zu unserer neuen Stellung marschieren und da wir die Orientierung verloren hatten, steckten wir oft bis zu den Hüften im Schnee oder befanden uns inmitten großer Pfützen. Weil die Stellung noch besetzt war, mußten wir in der sog. „Wehrbetreuungsbaracke“ übernachten. Die Stellung wurde in den nächsten Tagen frei und wir konnten daran gehen, die Stellung nach unserem Plane auszubauen. In dem zähen Schlamm hat das nicht viel Vergnügen gemacht. Dazu kam noch, daß es am 1. April noch einmal schneite. Es wurden Baracken weggerissen und woanders wieder aufgebaut, neue Stände gebaut usw. Dies sollte für uns eine Ruhestellung werden und wir sollten längere Zeit da liegen bleiben. So nach und nach kriegten wir schon die Stellung, wie wir sie haben wollten. Mir hat sie jedenfalls gefallen.

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